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Read e-book online Arbeit in der Moderne: Ein dialogue imaginaire zwischen Karl PDF

By Thomas Geisen

ISBN-10: 353117410X

ISBN-13: 9783531174105

ISBN-10: 3531931474

ISBN-13: 9783531931470

Moderne Gesellschaften sind Arbeitsgesellschaften. Menschliche Arbeit nimmt hier eine abstrakte shape an, die Karl Marx als Arbeitskraft bezeichnet. Entscheidend ist nicht mehr die Tätigkeit an sich, sondern die Frage, in welchem Umfang menschliche Arbeitskraft verausgabt worden ist. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Arbeit in der modernen Gesellschaft zu einer Ware wie jede andere werden konnte. Für Hannah Arendt hat Marx mit dieser Charakterisierung von Arbeit als Arbeitskraft die moderne Gesellschaft auf den Begriff gebracht. Ihre Kritik an Marx richtet sich vor allem auf seinen Versuch, die Fülle menschlicher Tätigkeiten auf Arbeit zu reduzieren. Im Gegensatz dazu unterscheidet Arendt das Arbeiten vom Herstellen und Handeln als verschiedene menschliche Grundtätigkeiten. Diese folgen unterschiedlichen Prinzipien und führen zu verschiedenen Resultaten. Ausgehend vom Unterschied im jeweiligen Verständnis von Arbeit setzt dieses Buch zu einem discussion imaginaire zwischen Karl Marx und Hannah Arendt an und fragt nach der Handlungsfähigkeit von Menschen in einer auf Arbeit zentrierten Gesellschaft.

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Die menschlichen Tätigkeiten werden damit zu einem qualifizierenden Merkmal des Menschen und seine Stellung innerhalb der sozialen Ordnung erfolgt auf der Grundlage dieser qualitativen Unterscheidungen. Den Ausgangspunkt für das aristotelische Denken bildet daher die „Ungleichheit des Menschen“ (Heller 1988: 453). Die moderne Vorstellung von einer Gleichheit aller Menschen ist dem antiken Denken noch fremd. In der Antike gründet Gleichheit vielmehr auf der grundlegenden Ungleichheit von Menschen, die sich erst über ihre Tätigkeiten als gleiche ausweisen und gegenseitig anerkennen.

Dort ist eine solche nur vereinzelt anzutreffen, „beispielsweise in Hesiods Werke und Tage sowie in einigen Komödien des Aristophanes, also ausschließlich in Werken, in denen die Arbeit des Bauern verherrlicht wird. Nur hier wird ausgesprochen, und nur hier konnte ausgesprochen werden, daß die Arbeit ‚sittlich’ und ‚anständig’ sei, daß sie jenen gegenüber, die nicht arbeiteten, eine menschliche Überlegenheit garantiere“ (Heller 1988: 451). In der Antike hatte die Arbeit also nicht deshalb ein geringes Ansehen, weil ihre Resultate, die sogenannten „Früchte der Arbeit“, in ihrer individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung nicht geschätzt oder anerkannt wurden, die Geringschätzung beruhte allein darauf, dass der Mensch sich in der Verrichtung dieser Tätigkeiten selbst genügen konnte und sich damit den „Zufälligkeiten“ seiner Existenz unterwarf.

Die Privilegierung der Nicht-Arbeitenden, derjenigen also, die aufgrund ihres Wohlstandes nicht selbst arbeiten mussten, die hierzu über Sklaven und sonstige Haushaltsangehörige, vor allem über die Tätigkeit von Frauen, verfügen konnten, zeigte sich demnach politisch in der besonderen gesellschaftlichen Stellung als Bürger. Bürgerstatus und Arbeit schlossen sich gegenseitig aus, das heißt, dass diejenigen die arbeiten mussten, um ihr Leben zu fristen, unter den Bürgern und in den politischen Versammlungen keine Stimme hatten.

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Arbeit in der Moderne: Ein dialogue imaginaire zwischen Karl Marx und Hannah Arendt by Thomas Geisen


by Joseph
4.2

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